12.7.2017 Tag der offenen LebensStadt

 

In der Zeit von 9:00 - 19:00 Uhr findet für Jung und Alt auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Zossen der "Tag der offenen LebensStadt" statt. Die Besucher sind herzlich willkommen.

 

Weinberge 57, 15806 Zossen

 

Das Programm finden Sie unter:

 

www.dielebensstadt.de

 

 

1.4.2017 Eröffnung des TIW Hauptstandortes in der "LebensStadt" Weinberge 57, in Zossen

 

Nähere Informationen auch auf www.tiw-zossen.de

 

MAZ Bericht vom 20.07.2016 (F. Pechhold)

 

Wohngruppe für Schwerkranke eröffnet

 

Investorin für Pflegeeinrichtung in Bettenhaus des ehemaligen Zossener Krankenhauses weicht nach Wünsdorf aus

 

Wünsdorf. Sichtschutzrollos schirmen die drei Bewohner vor neugierigen Blicken ab. Die mit moderner Medizintechnik ausgestatteten Zimmer gleichen Intensivstationen im Miniatur-Format. Zwei Plätze sind in der Wohngruppe für schwerstpflegebedürftige Menschen noch frei, die Judith Daniel seit kurzem in Wünsdorf betreibt. Eigentlich hatte sich die Unternehmerin ihren Start in die Selbstständigkeit ganz anders vorgestellt. Spätestens im Juni 2016 wollte sie ihre Pflegeeinrichtung "Therapeutisch Intensives Wohnen (TIW) in dem dazu umgebauten Bettenhaus des alten Zossener Krankenhauses einweihen. Dort sollen anfangs elf Schwerstpflegebedürftige betreut werden, die im Wachkoma liegen oder an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind. Allerdings scheiterte der Eröffnungstermin wie berichtet daran, das die Kreis-Denkmalschutzbehörde im März Baustopp für das zwei-Millionen-Euro-Projekt verhängte.

Vorausgegangen war ein Streit zwischen Denkmalschützern und Investor Dirk-Henner Wellershoff. Während die Denkmalschutzbehörde die 1957 im Bettenhaus eingebauten gut 40 Doppelkastenfenster als angemessen betrachtete, ließ Wellershof isolierverglaste Holzfenster einbauen. Deshalb gab es den Baustopp. Damit stand Judith Daniel das Wasser bis zum Hals. Bereits im Dezember 2015 erfuhr die TIW-Geschäftsführerin von den drohenden Problemen mit dem Bettenhaus-Umbau. gegenüber Investor Wellershoff habe sie gesagt, man müsse was anderes finden, sonst sei ihre Geschäftsidee im Sommer "tot". Wellershoff bot Daniel an, zwei leerstehende Läden in dem Wünsdorfer Geschäftshaus mit der benachbarten Sparkasse umbauen zu lassen.

Am 8. Juli zog der erste Patient ein. Bis alle fünf Zimmer belegt sind, will Judith Daniel die für deren Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigten 12 Vollzeit-Stellen besetzt haben. In die Ausstattung der so nicht geplanten Wünsdorfer Wohngruppe musste sie zusätzlich 80 000 Euro investieren." Mein Startkapital für die TIW-Pflegeeinrichtung im Bettenhaus waren 150 000 Euro", sagt Daneil. Dort sollen in der Endbaustufe 22 Spezialbetten zum Stückpreis von 6000 Euro stehen. Insgesamt 36 Mitarbeiter - vom Leiter über die Betreuer bis zum Hausmeister - kümmern sich um die Bewohner.

Mittlerweile ist der Baustopp aufgehoben, gehen die Umbauarbeiten an dem Bettenhaus weiter. Investor und Landkreis schlossen einen Vergleichsvertrag ab. Dieser sieht unter anderem vor, das die isoverglasten Holzfenster ausgebaut werden müssen. Trotzdem hielten alle Beteiligten an dem Vorhaben fest, auf dem Krankenhausgelände eine "Lebensstadt" einzurichten, so Karin Günther von der Initiative Gesundes Zossen. Auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen, parkartigen Areal soll in der Stadt in der Stadt entstehen, wo gesunde und pflegebedürftige Menschen generationsübergreifend wohnen, arbeiten und leben.

 

AKTIONSTAG

Was tut sich auf dem Gelände des alten Krankenhauses in Zossen?

Darüber kann man sich am 7. September ab 14 Uhr im Rahmen der Gesundheits- und Wohlfühlwoche informieren.

 

Aus diesem Anlass werden zeitzeugen gesucht, die im Krankenhaus tätig waren. Gefragt sind deren Lebensgeschichten und interessante Fotos.

 

Kontakt: TIW-Büro, Zossen, Baruther Str. 23, Montag bis Donnerstag, 8-17 Uhr

Telefon: 033702-790398

Mail: dr.guenther@dielebensstsadt.de

"Altes Krankenhaus" in Zossen

 

Die IGZ hat es sich mit ihrer Gründung auf die Fahne geschrieben, das "Alte Krankenhaus" in Zossen mit Leben zu erfüllen.

Wie ist nun der heutige Stand zum Februar 2016?

 

Herausforderungen stehen gerade im Fokus für dieses Projekt. Themen wie Gesundheit und Wohlbefinden sollte Einzug finden auf dem Gelände. Am Ende des Jahres 2015 konnten wir viel Positives berichten. Trotz der anfänglichen Verzögerung durch die verspätete Erteilung der Baugenehmigung gingen die Ausbauarbeiten am alten Bettenhaus gut voran, die TIW-Therapeutisch Intensives Wohnen GmbH hat ihre Tätigkeit aufgenommen und der Verein "LebensStadt e.V." wurde auf den Weg gebracht.

 

Kurz vor Weihnachten, am 17.12.2015 wurde es dann holprig, bis dann am 21.1.2016 die Denkmalbehörde des Landkreises einen Baustopp erwirkt hat, der dazu führte, das die Untere Bauaufsichtsbehörde das alte Bettenhaus versiegelt hat. Seit dem steht die Baustelle still und ist schon jetzt wieder dem Vandalismus ausgesetzt.

Viele Bürger unserer Stadt beobachten das aktuelle Geschehen auch mit großer Enttäuschung und fragen uns als IGZ, was passiert hier eigentlich, warum geht es nicht weiter, warum wird hier verhindert, dass sich etwas Sinnvolles für die Menschen entwickelt?

 

Zudem erwscheint auch vielen Bürgern der Denkmalschutz für dieses 1957 erbaute Gebäude sehr fragwürdig.

Ganz besonders schlimm ist es, das ein junges Unternehmen, die TIW-Therapeutisch Intensives Wohnen GmbH, das demnächst in das ehemalige Bettenhaus einziehen sollte, hier in den Ruin getrieben wird und ein Bauherr, der in ein zukunftsorientiertes Projekt investiert entmutigt wird.

 

Aus Denkmalschutzgründen soll es nicht möglich sein in einem Haus, das der medizinischen Versorgung von schwerstkranken Menschen dient, neue ISO-verglaste Holzfenster zu akzeptieren, die dem heutigen Standard in solchen Einrichtungen entsprechen. Der Denkmalschutz beharrt auf die Restauration der äußerst maroden Fenster aus dem Jahr 1957 bzw. der Wiederherstellung der Doppelkastenfenster.

 

In einer Beratung mit der Bauaufsicht des Landkreises und Vertretterinnen der Denkmalbehörde am 5.2.2016 und in Anschreiben danach wurde von Seiten des Architekten und dem Bauherren mehrere Lösungsangebote unterbreitet, die leider nicht zu einer einvernehmlichen Lösung führten.

 

Als Initiative Gesundes Zossen wollen wir alles versuchen, um dieses Vorhaben zu retten.